Kindernotfall-Karten und mehr!

Kindernotfälle sind selten und herausfordernd. Wie geht man im Notfall mit der Dosierung von Medikamenten um? Welche Hilfsmittel gibt es?
Hier findet ihr ein Konzept von uns – und den kostenlosen Download gleich dazu!


Die Nerdfallmedizin-Pocketkarten für Kindernotfälle und die Notfall-Infos… Der Download-Link befindet sich am unteren Ende der Seite.

 

Uns interessiert: Was haltet ihr davon? Welche Inhalte haben wir vergessen, welche sind zu viel? Welches System und / oder App benutzt ihr? Schreibt uns! 🙂

 

In unseren Pocketkarten und auf der „Notfallseite“ sind u.a. zu finden:

Inhalte:

  • Kinderwerte (Normalwerte, Dosierungen) – alters- und gewichtsadaptiert
  • Neugeborenen CPR
  • Notfall bei Schwangeren (Medikamente, Narkose, Tokolyse, Eklampsie etc.)
  • Gefahrstoffe
  • Übergabe (SBAR), MANV, Sichtung
  • Toxikologie
  • Perfusoren / Katecholamine
  • Neuro-Notfall / Stroke Scoring (VAN)
  • Bringing Bad News
  • Beatmung invasiv und nichtinvasive
  • RSI – Intubationscheckliste
  • GCS Erwachsene und Kinder
  • EKG Ischämie
  • Basic-Übersetzer
  • Hypothermie
  • Verbrennung
  • Braunülen + Flussrate

Unsere Quellen (Auszug):

  • Flake Kindernotfälle im Rettungsdienst
  • AGN Notfallfibel
  • Kurath – Pädiatrische Notfälle
  • PALS / APLS / ETC
  • Fachinformationen
  • Pädiatrische Notfallkarte (ua von ÄLRD, DGAI)
  • Kinderanästhesie-erfahrene Kollegen 😉

Kostenlose Kinder-Notfalltabellen:

Gute kommerzielle Produkte zu diesem Thema (keine Werbung):

Download

Notfallinfos (Stand 30.05.2018)

Kinderwerte (Stand 30.5.2018)

  • Hinweis 26.05.2018: Die Notfallkarte mit den Gefahrgut-Kennzeichnungen sind nicht mehr ganz aktuell. Danke an Daniel via Email und Jan via Facebook für die Information!
  • Hinweis 28.05.2018: Ein Tippfehler bei den Kinderdosierungen von Midazolam intranasal wurde korrigiert. Danke an Roland via Email und Tim hier in den Kommentaren!
  • Hinweis 29.05.2018: Fehler bei den Teenager-Dosierungen Fenanyl und S-Ketanest korrigiert (nochmal vielen Dank Tim!!) Dazu noch im gesamten die Formulierung „S-Ketamin“ gewählt um Mißverständnisse zu vermeiden.
  • Hinweis 30.05.2018: Aktualisierung Gefahrgut-Kennzeichnungen erfolgt. Layout optimiert (nur noch 2 Dateien zum Download). Aktualisierung Dosierung Eklampsie, kleine Anpassungen (danke an Tim und Dominik in den Kommentaren)
WICHTIG: Wir übernehmen keinerlei Gewährleistung für Inhalte, Dosierungen und Empfehlungen. Diese Karte haben wir rein für den persönlichen Gebrauch gestaltet. Bei Fehlern bitten wir um rasche Kontaktaufnahme, damit wir diese korrigieren können.
Eine kommerzielle Vervielfältigung oder Veröffentlichung ist nicht gestattet.

Autor: Martin Fandler

I like EM, critical care, prehospital EM, medical education and #FOAMed too.

15 Kommentare zu „Kindernotfall-Karten und mehr!“

  1. Ein fettes like für die Mühe und Arbeit, die ihr in die Auflistung und Karten gesteckt habt. Die Risiko-EKGs aus der letzten Folge werde ich mal rauskopieren 😉 Für Kinder nutze ich die Tabelle der Kinderklinik auf der Bult. (Google Kinderdosierungen Anästhesie das erste Ergebnis)

  2. Super Sache mit den Karten. Werde das mal an unsere Gegebenheiten und Ampullengrößen anpassen.

    Bei der Dosierung der intranasalen Gabe von Dormicum ist ein Fehler bei den Kleinkindern 1-2 Jahre. Normalerweise wird hier das höher dosierte Dormicum mit 5mg/ml für die intranasale Applikation benutzt. So steht es auch in eurer Karte. Bei 10kg wäre die Dosis etwa 1mg. Dies entspricht jedoch NICHT 1ml, denn hier ist die höher dosierte Ampulle erwähnt. Es wären eigentlich 0,2ml bei 5mg/ml oder 1ml bei 1mg/ml!

    1. Hi Tim, danke für die Durchsicht!
      Hab den Fehler gefunden und korrigiert!
      Ich würde ja in diesem Fall (da ich es schwierig finde in der Realität 0,2ml nasal zu applizieren) tatsächlich die 5mg/5ml Ampulle – und damit die höhere Menge (1ml) nutzen. Was meinst du?

      1. Hi Martin, sehe ich auch so. Bei Kindern nutze ich meist die „Standard“-Ampulle mit 5mg/5ml. Es ist sonst schwierig so geringe Mengen annähernd korrekt zu dosieren.

  3. Ich teile die Dosis dann meist auf die beiden Nasenlöcher auf. Sonst ist die applizierte Menge pro Nasenloch doch recht groß und ein Großteil läuft einfach den Rachen herunter und wird dann mehr oral als nasal appliziert 😉

  4. Mir ist noch etwas aufgefallen: bei Fentanyl zur Intubation bei Kindern schreibt ihr: Verdünnung pur 50µ/ml. Als Dosis wird z.B. bei Kindern 5-6 Jahre und ca. 20kg empfohlen: 60µg. Das entspricht bei dieser Verdünnung 1,2ml. Ihr schreibt 0,6ml. Hier stimmt entweder die Verdünnung oder die ml-Angabe nicht.
    Beste Grüße
    Tim

  5. Ich hoffe ich vertue mich nicht, hab aber noch einen Fehler gefunden. Bei der Dosierung für Teenager bei Sedierung ist für Ketanest 0,5mg/kg angegeben. Das wären bei 50kg 25mg. Bei der angegeben Verdünnung von 50mg/10 also 5mg/ml entspricht dies 5ml, nicht 1ml. Gleiches bei Fentanyl. Hier ist eine Verdünnung von 100µg/10 angegeben, also 10µg/ml. Bei 50kg –> 50µg –> 5ml.

    Sind 0,5mg/kg Ketanest zur Sedierung und Analgesie nicht ein wenig viel? Aus meiner Erfahrung kommt man erstmal mit 0,25mg/kg gut hin. Nachlegen kann man ja immernoch. In der Fachinfo sind auch Dosen von 0,125 – 0,25mg/kg empfohlen. Kinder brauchen meist etwas mehr als Erwachsene. Vom Gefühl her würde ich aber mit der Hälfte starten und sehen was passiert.

    So, genug für heute. Ich finde die Idee mit den Karten super und bastel fleißig an einer Umsetzung für unseren Rettungsdienstkreis.

    Einen schönen Abend.

    Berste Grüße,
    Tim

    1. Hi Tim,
      hey – echt vielen Dank für’s genaue Durchlesen. Da war mein Fehler, dass ich die angepasste Dosierung aus der „Gesamttabelle“ nicht übernommen habe. Konkret würde ich für Fentanyl und Esketamin beim Jugendlichen keine Verdünnung mehr wählen, sondern „pur“ applizieren. Dann passen die Milliliter wieder (1ml Fentanyl in unserer normalen Ampulle = 50µg bzw. 1ml Esketamin = 25mg).
      Ich habe jetzt auch in den Tabellen das Wort „Ketanest“ (kann evtl missinterpretiert werden ob Ketamin oder Esketamin) in „S-Ketamin“ getauscht.
      Bezüglich der Dosierung 0,5mg/kg S-Ketamin muss ich sagen, dass meine persönlich Erfahrung da natürlich nicht mit Kinderanästhesisten etc. mithalten kann. Habe mich daher bei der Tabelle vor allem an „meine“ Kinderanäs-Experten gehalten und die Dosierungsempfehlungen z.b. von Traumateam oder der Bayerischen Kindertabelle (Links siehe oben). Finde dein Vorgehen aber absolut nachvollziehbar! Denke 0,25mg/kg ist auch eine sichere und wirksame Dosis.

  6. Bzgl. Midazolam via MAD: Nachdem ein Milliliter sogar bei Erwachsenen oft in den Rachen läuft, würde ich bei Kindern auf alle Fälle die hohe Konzentration bevorzugen. Feindosierungsspritze ohne Totraum nutzen, 0,06 ml Totraum für den MAD300 dazurechnen und nur die gewünschte Menge aufziehen, dann geht das problemlos.

    Auf der Notfallinfos-Übersichtskarte müsste bei Flusssäure cm statt m stehen.

    Bei Elkampsie wäre eine Grammangabe schöner als Ampullen.

    Insgesamt aber eine echt schöne Zusammenfassung, die sicher auch den Weg in meine Unterlagen finden wird! 🙂 Besonders gefällt mir die Zusammenfassung der erlaubten Medikamente für Schwangere, wäre evtl. auch für andere Exoten wie Myasthenia gravis praktisch.

  7. Hi ich verwend die app agn notfallfibel. Mit Kinder- Rechner. Und die hausinterne Kinder Med Tabelle im KH Eisenstadt. Deine Karten hab ich mir auch runter geladen. Neue Kärtchen sind immer gut!! Toll und VIELEN DANK.
    Hannah

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