Sterben in der Notfallmedizin – Nerdfallmedizin LIVE vom DINK

Am Deutschen Interdisziplinären Notfallmedizin Kongress in Koblenz 2019 fand „Nerdfallmedizin LIVE“ statt. Dort hatten wir Gelegenheit, mit drei tollen Interviewpartnern ganz in Nerdfallmedizin-Manier zu sprechen.

Im ersten Teil sprechen wir mit der Notfallmedizinerin Dorothea Hempel, die sich mit dem Thema „Sterben in der Notfallmedizin“ beschäftigt – ein sehr emotionales und komplexes Thema.

Einige zentrale Punkte aus dem Interview:

Wir sehen 70% der Patienten in ihrem letzten Lebensjahr in der Notaufnahme!

Ein sterbender Patient ist ein Notfall!

An erster Stelle steht die INDIKATION einer Maßnahme.

Angehörige sind manchmal in der Akutsituation (verständlicherweise) überfordert. Wir dürfen sie nicht alleine lassen und sollten gemeinsam über die Situation sprechen. Wir sind auf der selben Seite! Eine gute Frage zu Beginn eines Gesprächs ist nach dem Vorwissen und dem aktuellen Stand der Angehörigen. Was wissen sie über die aktuelle Situation und wie ging es dem Patienten in den letzten Tagen/Wochen/Monaten?

Wenn wir über Indikationen einer Maßnahme nachdenken, kann uns die „Surprise Frage“

Autor: Martin Fandler

I like EM, critical care, prehospital EM, medical education and #FOAMed too.

2 Kommentare zu „Sterben in der Notfallmedizin – Nerdfallmedizin LIVE vom DINK“

  1. Hallo liebes Nerdfallmedizin Team,

    ziemlich geiler Beitrag. Danke, dass ihr ein solches Thema mit einem so fundiert besetzten Beitrag würdigt. Ich höre es aus Sicht der präklinischen Krisenintervention/Notfallseelsorge. Die Frage nach Kriseninterventionsteams bzw. Notfallseelsorge in der Notaufnahme ist nur lokal zu klären. Aus meiner Erfahrung ist es prinzipiell möglich. Die Klinik muss allerdings bereit sein (und es auch haben) Ressourcen wie Räume etc. zur Verfügung zu stellen. Die Abstellkammer ist nicht der Ort, an dem man vernünftig mit angehörigen reden kann, das Patientenwartezimmer auch nicht. Zum Glück hat sich da in den letzten 15 Jahren einiges verändert.

    Ansonsten ist es von Vorteil, es vorab zu besprechen was möglich und Leistbar ist. Letztenendes haben KIT/KID und NFS auch nur begrenzte zeitliche Ressourcen. Zudem braucht es ein gewisses Maß an Systemkenntnis zum Thema Krankenhaus und die Mitarbeiter der Notaufnahme ein bisschen Know How darüber was Krisenintervention in der Lage zu leisten ist, wo aber auch die Grenzen liegen.

    Nochmals Danke und liebe Grüße

    Tim

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