NERDfall Nr.10 – Teil 2: Massive Zungeneinblutung bei oraler Antikoagulation

Auflösung und weiterer Verlauf:

Aufgrund der dramatischen Situation wird ein Tracheotmie-Schnellset vorbereitet – die Patientin erhält zwischenzeitlich eine NIV-Beatmung via Maske (FiO2 1,0), hierunter kann eine SpO2 von 94% gehalten werden. Um die Spontanatmung der Patientin zu erhalten, erfolgt das Prozedere in Lokalanästhesie. Ein erster Versuch schlägt jedoch fehl. Zeitgleich trifft der diensthabende HNO-Oberarzt ein, dieser hatte sich tatsächlich schon auf dem Heimweg befunden und kehrte unmittelbar um. Durch ihn erfolgt die sofortige Durchführung einer scharfen Tracheotomie, wobei eine extreme Blutungsneigung sowie eine Tracheallumen-Einengung bei Schleimhauthämatom auffallen. Unmittelbar nach Einlage eines 6er Tubus erfolgt die Narkoseeinleitung. Die SpO2 von mittlerweile 88% beginnt nach Beatmungsbeginn sofort zu steigen.

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NERDfall Nr.10: Wir haben ein A-Problem!

Ein warmer Sommertag neigt sich langsam seinem Ende, auf der Rettungswache werden noch lebhafte Diskussionen rund um die aktuelle NERDfall-Telegram-Diskussion geführt… Und der Melder geht schon wieder!

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Shortcut Beatmungsnotfall

Es gibt wenige Situationen, wo so viel von unserem sofortigen Handeln abhängt, wie beim akuten Beatmungsnotfall. Wenn der Patient / die Patientin am Beatungsgerät „crasht“ und die Hypoxie droht, gibt es viele Ursachen – und panisches Drehen an den Knöpfen des Beatmungsgerätes hilft selten weiter.

Deshalb gibt es das Akronym „DOPE“ für Ursachen von Beatmungsproblemen und „HAND“ als strukturierte Sofortmaßnahmen – diesmal als Shortcut!

Mehr Infos und genauere Erklärungen zum strukturierten Vorgehen bei diesen oft dramatischen Situationen gibt’s auch in unserem Video zum Thema.

Das Intensivtransport-ABC: Intensivtransport Teil 2

Die Übergabe ist erledigt, die Zielklinik hat zugesagt und die Perfusoren laufen heiß… jetzt noch den Transport überstehen. Was helfen kann, ist strukturiertes Vorgehen – zum Beispiel mit einem ABCDE-Algorithmus!

Die gesamten Shownotes (Teil 1 + Teil 2) gibt es hier.

NERDfall Nr. 05 – Teil 2: Oesophageale Fehllage oder doch beidseitiger Pneu?

Wie gewohnt kommt hier der zweite Teil samt Auflösung und spannendem fall-relevantem Inhalt zum NERDfall Nr. 05. Schaut unbedingt rein!
Auch nach Auflösung freuen wir uns noch, wenn ihr eure persönlichen Schlüsse und Gedanken aus dem Fall in der Telegram-Gruppe oder hier in den Kommentaren teilt. 🙂

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NERDfall Nr.05: Schwerer VU auf Landstraße & Midazolam zur Beruhigung

Es ist wieder soweit, Nerdfall-Donnerstag! Aber viel Zeit für große Vorbemerkungen bleibt gar nicht, denn der Helikopter setzt schon zur Landung an… Aus der Luft heraus geht es direkt hinein in eine hochdynamische Situation nach einem VU auf der Landstraße.

Es ist ein warmer Herbsttag, als die Besatzung eines Rettungshubschraubers zu einem als schwer gemeldeten Verkehrsunfall auf eine etwa 22 Flugminuten entfernt gelegene Landstraße alarmiert wird. Die Unfallstelle ist beim Anflug aus der Luft nicht zu Übersehen: 

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Shortcut physiologisch schwieriger Atemweg

Die Intubation muss nicht immer mechanisch schwierig sein – manchmal versucht uns auch der schwerkranke Patient selbst einen Strich durch die Rechnung zu machen. Mehr dazu im aktuellen Shortcut!

Infos und Details gibt’s im Video zum Thema High Risk Intubationen!

Trachealkanülen – Notfallmanagement

Patienten mit Trachealkanülen begegnen uns immer wieder. Was ist das richtige Notfallmanagement, wenn es wirklich eng wird? Wir haben ein Video zu den Basics über Trachealkanülen gemacht und können euch ein spitzen Flowchart von Wiebke gleich mitliefern!

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Atemwegssicherung bei Kindern 2: Sonderfälle und Extremsituationen

Im zweiten Teil unseres Videos fragt Philipp Prof. Dr. Sebastian Russo zu konkreten Fällen im Zusammenhang mit Atemwegs- und Beatmungsproblemen bei Kindern.

Fazit ist, dass Basics oft besser sind als wilde Experimente und ein rationales Vorgehen vor dem Einsatz maximal invasiver Maßnahmen kommt.

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Shortcut Anaphylaxie

Wichtige Punkte zur Anaphylaxie in einer Minute gibt’s im aktuellen Shortcut.

Mehr Infos im ausführlichen Video!

Ergänzung Dosierung bei Kindern: In den ERC-Leitlinien von 2015 wird die Altersgrenze etwas anders gezogen (<6 Jahre: 150µg im, 6-12Jahre 300µg im, >12 Jahre: 500µg im), unsere Dosierungsangabe bezieht sich auf die deutsche Anaphylaxie-Leitlinie (Link AWMF), hier ist die Grenze (vereinfacht) zwischen 300µg und mehr beim Autoinjektor mit 60kg (in etwa 14 Jahre) angegeben. Die WHO-Leitlinie spricht einfach nur von „Kindern“, die 300µg erhalten sollten. Im Endeffekt sind sicherlich beide Varianten ein guter Weg – das Wichtigste ist vor allem, dass überhaupt Adrenalin verabreicht wird, denn: Adrenalin i.m. rettet!!!