NERDfall Nr. 05 Teil 2: Oesophageale Fehllage oder doch beidseitiger Pneu?

Wie gewohnt kommt hier der zweite Teil samt Auflösung und spannendem fall-relevantem Inhalt zum NERDfall Nr. 05. Schaut unbedingt rein!
Auch nach Auflösung freuen wir uns noch, wenn ihr eure persönlichen Schlüsse und Gedanken aus dem Fall in der Telegram-Gruppe oder hier in den Kommentaren teilt. 🙂

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NERDfall Nr.05: Schwerer VU auf Landstraße & Midazolam zur Beruhigung

Es ist wieder soweit, Nerdfall-Donnerstag! Aber viel Zeit für große Vorbemerkungen bleibt gar nicht, denn der Helikopter setzt schon zur Landung an… Aus der Luft heraus geht es direkt hinein in eine hochdynamische Situation nach einem VU auf der Landstraße.

Es ist ein warmer Herbsttag, als die Besatzung eines Rettungshubschraubers zu einem als schwer gemeldeten Verkehrsunfall auf eine etwa 22 Flugminuten entfernt gelegene Landstraße alarmiert wird. Die Unfallstelle ist beim Anflug aus der Luft nicht zu Übersehen: 

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COVID: Triage bei Ressourcenknappheit?

Im aktuellen PINcast besprechen Tobias Becker und Dorothea Hempel das kritische Thema „Triage“ angesichts der COVID-19 Krise direkt und praxisnah. Dazu gehört auch die Frage: „Was sagst du zu Angehörigen, wenn die Entscheidung getroffen wurde, jemanden NICHT intensivmedizinisch zu behandeln?

Die 36 Minuten des Podcasts sind für alle kostenlos und wir empfehlen euch allen dringend, die anzuhören. Es lohnt sich!! (Link direkt zum Podcast).

Kurz-Fazit: Triage bei Ressourcenknappheit:

  1. Ist der Patient / die Patientin intensivpflichtig?
  2. Besteht eine realistische Erfolgsaussicht?
    Hinweise für schlechte Erfolgsaussichten – dazu zählt explizit NICHT das kalendarische Alter!
    • Aktuelle Erkrankung (Schweregrad), begleitendes akutes Organversagen
    • Komorbiditäten z.B. chronisches Organversagen z.B. Dialysepflichtigkeit, schwere chronische Herzinsuffizienz, fortgeschrittene Lungenerkrankung, Leberversagen; schwere generalisierte neurologische / neuromuskuläre Erkrankungen, fortgeschrittene Krebserkrankung, Multimorbidität)
    • Allgemeiner Gesundheitsstatus (Gebrechlichkeit)
  3. Was ist der Patientenwille?
Flowchart nach DIVI, DGINA et al. – aktualisierte Version vom 23.04.2020 (Downloadlink unten)
  • Vorbereitung (!) und Ausarbeitung von klaren Klinik-Internen Protokollen.
  • Entscheidungen immer auf mehrere Schultern verteilen.
  • Fälle und Entscheidungen regelmäßig im Team besprechen! Seelsorge oder Psychologie engmaschige einbinden!
  • Ehrliche und transparente Kommunikation mit Angehörigen und den Patienten, verweisen auf bestehende Leitlinien und Regelwerke.

Eine sehr gute Zusammenfassung bietet die Publikation „Entscheidungen über die Zuteilung von Ressourcen in der Notfallund der Intensivmedizin im Kontext der COVID-19-Pandemie. Klinisch-ethische Empfehlungen“ der DIVI, DGINA und weiteren Fachgesellschaften vom 25.03.2020 – diese wurde am 23.4.2020 aktualisiert (Link: Download)

Und abschließend noch ein sehr guter Kommentar unserer Kollegen der PinUp Docs zum Thema ethische Entscheidungen in Zeiten von COVID-19.

Freiwillige gegen Corona!

Uns steht eine historische Herausforderung bevor. Zahllose Menschen haben sich und ihre Kliniken, Notaufnahmen, Intensivstationen und Rettungsdienste in den letzten Wochen vorbereitet und kämpfen gegen das Virus.
Doch – diese Krise können wir nicht alleine bewältigen. Wir brauchen Hilfe!

Zahlreiche Kliniken und andere Einrichtungen / Organisationen suchen Freiwillige, um bei einer zu erwartenden dramatischen Eskalation zu helfen.

Eine ständig aktualisierte Liste mit Hilfegesuchen findet ihr auf einer schnell gebastelten Seite freiwillige-gegen-corona.de. Danke an die Twitter-Community für die vielen Hinweise und Links!!

Bitte helft uns, diese Liste weiter auszuweiten. Gemeinsam sind wir stark!!

#fightingcorona #freiwilligegegencorona

Vorbereitet sein mit dem Zero Point Survey – der Geheimtipp für Schockraum und Straße!

„Gute Vorbereitung ist die halbe Miete“ – und das gilt nicht erst seit den hohen Immobilienpreisen, sondern besonders bei kritischen Notfällen.

Nach einem Konzept von Cliff Reid möchten wir die mentale Vorbereitung des Teams besprechen – ein einfaches, fast immer anwendbares und extrem hilfreiches Konzept, auf der „Straße“ und im Schockraum.

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Notfallmedizin ist doch verrückt!

Die Notfallmedizin hat eine seltsame Sache an sich: Sie ist immer dann aufregend, herausfordernd und voller „cooler“ Interventionen, wenn ein Mensch sehr krank ist.

Das ist eigentlich etwas verrückt, wenn man mal ernsthaft darüber nachdenkt – aber jeder, der ehrlich ist weiß, dass man manchmal nur darauf wartet, dass wieder ein „richtig krasser Einsatz kommt“

Gleichzeitig hat die Notfallmedizin viele Unsicherheiten, wir haben oft wenige Informationen und müssten schnelle und oft drastische Entscheidungen treffen. Vor jeder invasiven Intervention haben wir die Frage im Hinterkopf: „Was, wenn ich falsch liege – wenn mein Eingriff unnötig ist und dem Patienten schadet oder schiefgeht?“

Simon Carley hat zu diesen Fragen einen genialen Vortrag auf englisch gehalten.

Auch, wenn das Video schon etwas älter ist – uns hat es inspiriert! 

Wir sind gespannt auf Rückmeldungen und hoffen, dass euch das Video genauso gut gefällt!

Die RSI-Schablone: Neu, noch besser und sogar bestellbar!

Ein extrem beliebtes Nerdfallmedizin-Video Ende 2018 behandelte die RSI-Schablone.

Einige engagierte Kollegen aus dem Rettungsdienst hatten die wichtigsten Utensilien für die Notfallintubation auf einer abwaschbaren Plane eingezeichnet um so die Vorbereitung und den Ablauf dieser kritischen Prozedur zu optimieren.

Wir erhielten dazu viele Anfragen, die RSI-Schablone in dieser – oder selbst abgewandelter – Form ist mittlerweile im ganzen Bundesgebiet von RTWs über NEFs und sogar Notaufnahmen und Intensivstationen verteilt. 

Jetzt gibt es ein Update – die RSI Schablone 1.1 – es wurde nochmal anpasst und aus praktischen Erfahrungen weiter optimiert!

So ist die Checkliste am Rand verbessert, die vielfach gewünschte Option „Videolaryngoskopie“ und der Cuffdruckmesser sind neu zu finden – außerdem der „Plan C“.

Auch nicht minder genial sind die RSI-Checklisten und Aufziehhilfe für Narkosemedikation – um Fehler beim Ablauf und bei der Verdünnung verschiedener Medikamente zu verhindern.

Da wir einige Anfragen erhalten haben, wo man die fertige Schablone für den täglichen Einsatz bekommt, freuen wir uns, dass die RSI Schablone und die Checkliste sowie Aufziehhilfe nun direkt bei den KollegInnen bestellt werden kann:

  • RSI Schablone (desinfizierbares, faltbares Bannermaterial) – 59,5cm x 57cm (Ablagefläche Bayern-RTW; kann aber auch gut gefaltet im Notfallrucksack transportiert werden): Kostenpunkt 23€
  • Checkliste und Aufziehhilfe (desinfizierbar, stabiles Plastik) – A5. Jeweils 4,5€(alles jeweils zzgl Versandkosten, falls Versand gewünscht)

Bestellen könnt ihr das Alles bei rsi-materialien@gmx.de – schreibt den KollegInnen einfach eine Mail 🙂

Das Team der RSI-Schablone:

  • Felix Haug
  • Jasper Rothkötter
  • Dominic Fischer
  • Simon Schmidt-Torner
  • Silja Wurm

Disclaimer: Da es sich um ein Produkt handelt, das verkauft wird, könnte dieser Post formaljuristisch Werbung sein – ABER weder Nerdfallmedizin noch Martin oder Philipp haben eine Beteiligung bei den Verkäufen und bekommen auch keine Gegenleistungen für diesen Post. Wir finden die Schablone aber einfach fantastisch und werden uns selbst je eine bestellen!
Angaben zu Preisen OHNE Gewähr.

Endlich mal ein guter Vortrag…?

Wer kennt es nicht? Man schläft durch eine Fortbildung und überlegt, was man mit der ganzen verlorenen Lebenszeit machen hätte können… zum Beispiel ein Nerdfallmedizin-Video zum Thema „Präsentationen und Vorträge“ schauen!

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Hilfe für uns – EMPTY und Red Flags

Wenn wir – die Helferinnen/Helfer – selbst mal Hilfe brauchen oder wenn wir belastende Ereignisse mit Außenstehenden besprechen möchten – dann gibt es leider in vielen Kliniken kaum Hilfe. Wir sprechen mit Isabel Lück von den jungen Notfallmedizinern (Young DGINA) über das Projekt EMPTY und wie wir bei unseren Kolleginnen und Kollegen „Red Flags“ erkennen, die anzeigen können, dass wir Hilfe anbieten sollten.

Gerade in Zeiten der rapide steigender Burn-Outs und dem hohen Stresslevel in der Notfallmedizin ein extrem wichtiges Thema!

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Wie lernt man Skills optimal?

In der Notfallmedizin gibt es extrem viele praktische Skills – von der einfachen Venenpunktion bis hin zur Anlage von Drainagen, Atemwegssicherung bis hin zur Thorakotomie. Ist „See one, do one, teach one“ wirklich eine gute Idee?

Also… wie lernen wir eigentlich am besten praktische Skills? Aber fast noch wichtiger: Wie unterrichten wir praktische Skills?

Mehr Informationen zum Thema und einen ausführlichen Beitrag von unserem Interviewpartner Florian Sacherer findet ihr auf seinem exzellenten Blog foamina.