NERDfall Nr. 21 – Teil 2: Die persistierende VT

Wie erwartet ging es in der, zugegebenermaßen etwas verhaltenen, Diskussion diesmal vor allem um die Beurteilung des Patientenzustandes, Antiarhythmika und Kardioversion.
Es waren wie immer super aufmerksame, weitsichtige und nerdige Aussagen dabei und wir hoffen nun auch wieder mit unserem Material ein wenig Input zum Thema geben zu können.
Viel Spaß und bis zum nächsten Mal!

[Wer einen Blick auf Teil 1 werfen möchte, kann das hier gerne tun.]

Es werden Blicke im Team ausgetauscht und die Entscheidung getroffen, nach einer zweiten Dosis Propofol ein drittes Mal zu schocken. Nun wird mit 200J kardiovertiert. Der Rhythmus hält sich weiter wacker. Es wird gesammelt entschieden, den soweit kreislaufstabilen Patienten nun mit diesem EKG-Bild nach telefonischer Absprache in den Zentralversorger zu transportieren.

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EKG Case – Der hat doch nur „Kreislauf“…oder?

Du beginnst deinen Dienst in der ZNA und schaust durch die EKGs des Vortags. Dabei fällt dir das folgende EKG in die Hände:

EKG bei Aufnahme, 25mm/s

Du beginnst dich für diesen Fall zu interessien und liest nach, was geschehen war: 

Ein ca. 30jähriger Patient wurde mit dem Rettungsdienst in die ZNA gebracht. Im Rahmen der wenige Sekunden dauernden Bewusstlosigkeit im Liegen auf der Couch waren muskuläre Entäußerungen aufgefallen. Kein Einnässen. Kein Zungenbiss. Im Anschluss daran sofortige Reorientierung. Der Patient hat bis auf leichtes Fieber von 38,1 Grad (bei „Mandelentzündung“) unauffällige Vitalparameter.

Es erfolgte eine neurologische Vorstellung bei V.a. generalisiertem Krampfanfall. Nach neurologischer Evaluation wurde der V.a. konvulsive Synkope gestellt. Zur weiteren Abklärung war ein stationärer Aufenthalt geplant, allerdings war das durch den Patient nicht gewünscht und er gegen ärztlichen Rat entlassen.

Was tust du nun?

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