NERDfall Nr. 27 – Teil 1: Gefährliche Atemnot oder schlichter Infekt?

Und hiermit starten auch die NERDfälle ins Jahr 2023!
Auch wenn Teil 1 einen diesmal nicht mit Patient:innen-Infos überhäuft, sind wir doch gespannt, wie ihr bei der Erstbeurteilung und -untersuchung vorgehen würdet – Mehr Infos folgen wie immer die nächsten Tage 😉

Das RTW-Team beginnt auf der Wache bereits optimistisch seine Siebensachen zusammen zu packen, als es doch noch von einer Einsatzmeldung ereilt wird: „Atemnot akut – Kind 6 Mo“. Es geht mit Blaulicht und Martinshorn als Solo-RTW in eine beschauliche Wohnsiedlung.

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EKG-Case „Hyperventilation!“

Einsatzstichwort „Hyperventilation, 35 Jahre, weiblich“

Die junge Frau hatte den Rettungsdienst gerufen, da sie nicht mehr „richtig durchatmen“ konnte. Sie sitzt auf dem Sofa und hyperventiliert (Atemfrequenz: 24/min.). Sie gibt an, dass sie Angst hatte, weil sie so schlecht Luft bekommt. Außerdem sei sie alleine und zwischendurch sei ihr schon schwindelig gewesen. Sie zittert am gesamten Körper.

Du überlegst. Grundsätzlich erfüllt sie alle Kriterien einer „klassischen“ Hyperventilation. Sie ist unruhig, ängstlich und nervös, zittert sogar; zusätzlich hat sie eine hohe Atemfrequenz. Auch das Gefühl, nicht „richtig durchatmen“ zu können, tritt in dieser Konstellation häufig auf und führt dann dazu, dass noch tiefer und häufiger geatmet wird.

Dennoch entscheidest du dich dafür, diese Patientin professionell abzuarbeiten. Du erhebst sämtliche Vitalparameter und eine gute Anamnese. Der Puls ist bei 126/min., Blutdruck bei  105/64 mmHg, SpO2 ist bei 94%. Sie hat keine Vorerkrankungen. Als Vormedikation nimmt sie lediglich die „Pille“.

Du hast gelernt, dass bei Hyperventilation beruhigende Worte helfen können. Während du sie verbal beruhigst, überlegst du, was du noch tun solltest. Du entscheidest dich, ein 12-Kanal-EKG zu schreiben.

EKG bei „Hyperventilation“
Was tust du nun?
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Shortcut physiologisch schwieriger Atemweg

Die Intubation muss nicht immer mechanisch schwierig sein – manchmal versucht uns auch der schwerkranke Patient selbst einen Strich durch die Rechnung zu machen. Mehr dazu im aktuellen Shortcut!

Infos und Details gibt’s im Video zum Thema High Risk Intubationen!

High-Risk Intubationen oder „der physiologisch schwierige Atemweg“

Manche Patient:innen will man am liebsten gar nicht intubieren – das kann an den schwierigen anatomischen Verhältnissen bei Verwachsung oder Tumor, massivem Bluterbrechen oder einer Atemwegsschwellung liegen. Es gibt aber auch Patient:innen, die ein extrem hohes physiologisches Risiko eines Kreislaufstillstandes haben und bei denen jede Narkoseeinleitung ein Ritt auf der Kanonenkugel ist.

Welche Patient:innen das sind und mit welchen Tricks man auch die schwierigen Fälle meistert, dazu hat Philipp ein paar Tipps:

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